Stefan-George-Schrift

Die Digitalisierung der Stefan-George-Schrift schließt eine Lücke, die auf dem Schriftenmarkt entstanden ist. Obwohl fast alle Schriften, die zu Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegossen wurden, auch in den Fundus des Computersatzes Eingang gefunden haben – darunter so eigenwillige wie die Eckmann oder Morris’ Golden Type – lag die kulturgeschichtlich vielleicht interessanteste Künstlerschrift des zwanzigsten Jahrhunderts bislang in keinem digitalen Format vor.

Das nunmehr vorliegende Design orientiert sich einmal an der Specimen-Sammlung des Berliner Verlags Otto von Holten von 1907. Dieses Schriftmusterbuch hat sich durch einen glücklichen Zufall in der Berliner Stadtbibliothek erhalten – Verlag und Druckerei sind gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört worden.

Die St.-G.-Schrift, wie sie dort abgekürzt bezeichnet wurde, gab es damals in insgesamt vier Schnitten (zum Vergrößern klicken Sie bitte auf die Grafik):

Stefan-George-Schrift

Nonpareille (6 Punkt),

Stefan-George-Schrift

Petit (8 Punkt),

Stefan-George-Schrift

Korpus (10 Punkt),

Stefan-George-Schrift

Cicero (12 Punkt).

Alle kühnen Eigentümlichkeiten dieser Muster wie das Hochkomma und die fremdartigen Anführungszeichen wurden in die digitale Schrift übernommen.

Zugleich nimmt der überarbeitete Zeichensatz die für die Gesamt-Ausgabe von 1927ff. charakteristischen Buchstaben wie die neuen versalen A, L, V, T auf und ergänzt den Zeichensatz durch fehlende bzw. alternative Zeichen (&, @, l, langes s, Metrikzeichen [x mit Akut]). Die Schrift eignet sich hervorragend als Displayschrift sowie für den Satz von Lyrik.

Über die Entwicklung der Schrift orientiert ein Aufsatz der 2003 in der Festschrift für KD Wolff erschienen ist.

Satzbeispiel (zum Vergrößern bitte klicken):

Stefan-George-Schrift / Specimen 2003

Erhältliche Formate:

Type 1 (Windows)

Type 1 (Mac)

TrueType (Windows)

TrueType (Mac)

Die Schrift ist erhältlich exklusiv beim Institut für Textkritik e.V., Heidelberg

Preis EUR 25.- / $ 33 / SFr 35

Der Erlös wird als Spende vollständig den Editionen, die im Zusammenhang des Instituts entstehen, zugutekommen. Ein Profit wird nicht gemacht.

Bestellungen und Anfragen bitte an:

fonts@textkritik.de

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Kto. 0286732
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(BLZ 672 700 24)

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rr, 19. Januar 2003

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