Peter Staengle, Kleist bei Varnhagen in Kraków, in: BKB 7 (1994),
53-103; darin: 97f.
Ernst Friedrich Peguilhen an Dietrich Friedrich Karl v. Schlechtendahl (Entwurf)
Berlin 6 Debr 1811
An H. p vSchlechtendahl
Ich weiss es leider nur zu wohl dass ich so unglucklich gewesen bin, mir durch mein.
Ankundigung in Betreff des H v Kleist die Ungnade Sr M. des Koeniges
zuzuziehen, und schon vor einig. Tagen habe ich den HE St. Kanzler Exc. gebethen,
sich deshalb fur mich zu verwenden, und ihn versichert, <98:>
benachrichtiget, dass meinerseits ueber d. Vorfall nichts mehr im Publico
^durch den Druck^ erschein. wurde. Dieses habe ich die Ehre, auf Ew heutiges Schreiben zu
erwiedern, und wurde ich es mit dem verbindlichsten Dank erkant haben, wen Dieselb. die
das Inhibitorium blos an mich und nicht an die Buchdrucker
gerichtet ^erlassen^ haetten, da gewiss niemand weniger geneigt ist
als ich, d. Willen meines Monarchen, sobald er mir bekant ist, entgegen zu handeln.
da das Inhibitorium an die Buchdrucker einen Willen de Geneigtheit dem
Willen mein. Monarchen entgegen zu handeln bei mir voraussetzt, der gewiss niemand.
weniger eigen ist.
H: BJK, Slg. Autographa, s. v. Peguilhen. Das
Blatt trägt den Akzessionsvermerk der Königlichen Bibliothek Berlin: acc. ms.
1910.195 (wahrscheinlich erworben auf der Versteigerung bei K. E. Henrici,
25.-27. 1. 1911, Auktionskatalog V, Nr. 1112 [im Katalogtext nicht
genannt])
Cf. >> Schlechtendahl an Ernst Friedrich Peguilhen
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